Wilde Kindergeschichten

Entwürfe Jugendgeschichte

(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil

wilde Kindergeschichten

Als der kleine Bär vom Schweinchen erfahren hatte das Linus nun endlich geboren war freute er sich so sehr, dass er sofort anfing ein Lied zu spielen.

Am Abend, als die Tiere sich schlafen legten träumten sie schon von den vielen Abenteuern, welche sie bald mit dem neuen Freund erleben würden ...

 

 

 

 

 

 

 

und das Entenbaby

 

 

 

An einem schönen Vormittag fahren Linus und seine Familie für einen Spaziergang an den nahegelegenen See. Mama und Papa breiten die Picknickdecke unter einem großen alten Baum am Ufer des Sees aus und Linus macht sich auf den Weg die Umgebung zu erkunden. Als er, gerade genüsslich ein mitgebrachtes Wurstbrötchen verspeisend seinen Schatten auf der spiegelklaren Wasseroberfläche betrachtet und nach flachen Kieselsteinen sucht entdeckt er auf der Wiese vor ihm ein flauschig-gelbes etwas, das mutterseelenalleine im grünen Gras steht und leise piepst.

 

Es ist ein einsames Entenbaby das da anscheinend seine Geschwister und seine Mutter sucht.

(...)

 

 

 

 

Der Sonnenhut

 

 

Im Sommer ist die ganze Familie Semmelbrösel im Urlaub an der Ostsee. Alle sind mitgefahren, schließlich sind ja auch endlich Schulferien. Papa Bernhard, Mama Margit, Oskar, natürlich Anna und auch der kleine Paul wurde im Kinderwagen mitgenommen. Die Koffer sind bereits ausgepackt, Mama Margit hat die Hemden und Hosen ordentlich in den Schrank im Hotelzimmer geräumt und jetzt sind alle zusammen am Strand. Es ist ein herrlicher Tag: die Sonne scheint ganz warm, das Wasser leuchtet strahlend blau und die Möwen kreisen über den vielen bunten Sonnenschirmen. Familie Semmelbrösel breitet ihre Sachen unter einem rot-gelb gestreiften Schirm aus. Da sind die großen flauschigen Badetücher, die Spielsachen von Anna und der ganze Kram von Baby Paul. „Mensch braucht der viele Sachen.“ denkt sich Anna, schnappt sich ihre Schaufel und läuft vor zum Wasser. Dahin wo der weiße Schaum von den Wellen am Ufer ankommt. Anna wartet bis das Wasser zurückgegangen ist, buddelt dann ein Loch und beobachtet quietschvergnügt wie die Wellen das Loch blitzschnell wieder mit Sand auffüllen. Anna liebt es zu sehen wie die kleinen Bläschen genau an der Stelle aufsteigen wo das Loch war und wird nicht müde bis es Abend wird. Als die gelbe Sonne sich in eine rote Kugel verwandelt hat und langsam am Horizont verschwindet ruft Papa Bernhard: „Anna! Komm! Wir wollen zusammenpacken und zurück in das Hotel gehen!“ „Ich komme!“ antwortet Anna, nimmt die kleine grüne Schaufel unter den rechten Arm und springt auf. Langsam gräbt sie erst den linken, dann den rechten Fuß in den Sand und bewegt sich so ganz langsam auf die wartenden Eltern zu. Der aufgewärmte Sand klebt so schön zwischen den nassen Zehen. Da schreit Mama Margit entsetzt auf: „Oh mein Gott Kind - du bist ja rot wie ein Krebs! Wie konnte das nur passieren – schließlich haben wir dich ordentlich eingecremt.“ Und tatsächlich: Annas Nase, die Schultern, das Kinn und die Stellen unter den Augen sind feuerrot und brennen als Anna sie berührt. „Na das fängt ja gut an!“ seufzt Annas Mama „Das sind deine Sonnenterassen Kleines. Was sollen wir jetzt nur machen?“ „Meine Sonnenterassen?“ frägt Anna stutzig „Was ist das denn? Autsch! Mama das juckt und tut weh!“ „Die Sonnenterassen sind die Stellen am Körper auf die die Sonne geradewegs senkrecht brennt mein Schatz.Das bedeutet an diesen Stellen entfaltet die Sonne ihre vollste Kraft und man muss sie ganz besonders schützen. Leider können wir die Verbrennungen nicht mehr rückgängig machen.“ sagt Papa Bernhard und holt ein großes weißes T-Shirt aus der Strandtasche. „Zieh das jetzt mal an und morgen Früh müssen wir unbedingt einen Sonnenhut für dich kaufen. Deine Haut muss sich jetzt ein bisschen erholen.“ „Einen Sonnenhut!? Ach nö.....“ mault Anna zurück „Ich mag doch keine Hüte, mit denen komm ich mir immer so blöd vor. Nein, ich will keinen Hut aufsetzen.“ „Das hast du dir selbst eingebrockt Schwesterlein“ raunzt Bruder Oskar „wärst du doch etwas mehr bei uns im Schatten gewesen. Hier ist es auch schön.“ „Bei euch ist es aber doch so langweilig“ sagt Anna „Mama und Papa lesen die ganze Zeit, du spielst nur mit deinem Computer und mit Paul ist noch nichts anzufangen. Der schläft und wenn er mal auf ist dann brüllt er wie am Spieß. Nein, ich bin lieber am Wasser und sammle die kleinen blau-grauen Muscheln, buddel Löcher und beobachte das Wasser. “ Die Familie macht sich auf den Weg zurück in das Hotel. Sie müssen einen langen Kiesweg vom Strand über eine große Straße nehmen, dann einmal links abbiegen und schon sind sie da. Nachdem alle geduscht und gewaschen sind essen sie in einem Restaurant lecker zu Abend und legen sich dann bald schlafen. Anna träumt schon von dem nächsten Urlaubstag am Meer und hört das beruhigende Rauschen der Wellen als sie die Augen schließt. Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück, nimmt Papa Bernhard Anna an der Hand und führt sie zu einem kleinen Geschäft neben dem Hotel. Hier gibt es Taucherbrillen, Wasserflaschen, Sonnencreme und vieles mehr zu kaufen. An einer Stange hängen viele verschiedene Sonnenhüte: es gibt welche aus Stroh mit farbigen Seidenbändern, mit farbenfrohen Motiven bedruckte aus Baumwolle und einen rießengroßen aus dunkelblauem Stoff mit einer schillernden Feder an der Seite. „Wenn überhaupt, dann will ich diesen da!“ sagt Anna und deutet mit dem Finger auf dieses außergewöhnliche Stück. „Na gut, wie du meinst.“ sagt Papa und bezahlt den Hut an der Kasse bei dem freundlichen alten Mann im karrierten Hemd. Anna gewöhnt sich schnell an den Hut, kitzelt die Füßchen ihres kleinen Bruders Paul mit der Feder und am allerletzten Tag, als die Rötungen abgeklungen sind steckt sie die Feder in die schöne große Sandburg die sie zusammen mit Oskar genau dort gebaut hat wo die Wellen nicht mehr hinkommen. Beim nächsten Urlaub trägt Anna den Hut von Anfang an und sie hat gelernt in der Sonne ein bisschen mehr auf sich zu achten und wird nie mehr so rot wie dieses eine mal am Meer.

(c) Miriam Gil
(c) Miriam Gil